Charakterköpfe in der Heide: Das „Schnuckenprojekt 2026“ im KUNST:RAUM Müden
Mai 1 @ 16:00 - 18:00

Der „KUNST:RAUM Müden“ ist neu und befindet sich im Heuweg 1 in Müden/Örtze. Er öffnet am 01.05.2026 um 16:00 Uhr seine Pforten mit einer Vernissage zum Thema „Schnuckenprojekt 2026“. Die Ausstellung wird im Anschluss am Samstag & Sonntag von 16:00 – 18:00 Uhr zu besichtigen sein und endet am 30.09.2026.
Man glaubt sie zu kennen, die grauen Geister der Heide. Doch wer sich die Zeit nimmt, genau hinzusehen, entdeckt mehr als nur ein Nutztier. Die Sparte Kunst & Kultur lädt zu einer besonderen Begegnung ein.
Die Künstlerin und Textildesignerin Heike Schlobinski präsentiert ihr facettenreiches „Schnuckenprojekt 2026“. Was passiert, wenn die Künstlerin, ein ganzes Jahr lang die Schmarbecker Schnuckenherde begleitet? Es entsteht eine tiefe Verbindung, die weit über das Dokumentarische hinausgeht. Sie hat die Tiere bei Wind und Wetter auf ihren Streifzügen beobachtet. Sie fing die unbedarfte Neugier der Lämmer ebenso ein wie die stolze Würde der erfahrenen Alttiere.
Daphne Mattner, Kunsthistorikerin, beschreibt Schlobinskis Arbeit als eine Suche nach dem „charaktervollen Individuum“. Durch ihren Hintergrund als Dipl.-Textildesignerin besitzt die Künstlerin ein außergewöhnliches Gespür für Oberflächen. In ihren Gemälden und Zeichnungen wird die Wolle der Heidschnucke so lebendig, dass der Betrachter fast den Drang verspürt, die Leinwand zu berühren.
Die Ausstellung zeigt jedoch nicht nur Malerei:
- Zeichnungen & Skizzen: Der flüchtige Moment der Bewegung.
- Foto- & Filmexperimente: Einblicke in den harten, aber rhythmischen Alltag der Herde.
- Klangexperimente: Die akustische Kulisse der Heidelandschaft.
- Textilien: Kunstwerke direkt aus der Wolle der Protagonisten.
2026: Ein Schicksalsjahr für die Heidschnucke: Die Ausstellung könnte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen. Die „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)“ hat die Heidschnucke zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2026“ ernannt. Dies korrespondiert mit dem Themenjahr der UNO, die 2026 zum „Internationalen Jahr der Hirten und Weidelandschaften“ ausgerufen hat. Schlobinskis Werk schlägt somit die Brücke zwischen ästhetischem Genuss und dem Bewusstsein für den Erhalt unserer Kulturlandschaft. Auf Anfrage sind auch Sondertermine unter der Tel.: 0162 3779064 möglich. Neugierig geworden? Dann kommt vorbei und entdeckt die Heidschnucke mit neuen Augen. Wir freuen uns auf Euch.
