KUNST:RAUM Müden
Heuweg 1, 29328 Müden/örtze
01.05. bis 30.09.2026
samstags und sonntags
zwischen 16 und 18 Uhr geöffnet.
„Ich war selber überrascht, dass mich die Heidschnucke, die mir Jahrzehnte lang aus meiner Nachbarschaft vertraut war, so aufwühlen konnte. Ich sah das genügsame, scheue Tier mit neuen Augen.“ – Heike Schlobinski, Künstlerin und Dipl.-Textildesignerin
„Heike Schlobinski geht es weder um romantische Perfektion, noch um dokumentarischen Zwang – es geht um die Erfassung des Tieres als charaktervolles Individuum.“ – Daphne Mattner, Kunsthistorikerin
Der Kunstraum Müden befindet sich im Heuweg 1, 29328 Müden in einem historischen, heidetypischen Fachwerkhaus und ist von 1. Mai bis 30. September 2026 samstags und sonntags zwischen 16 und 18 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten sind Besichtigungen auf Anfrage unter Tel. 0162/3779064 möglich.
2026 zeigt der Förderkreis NaturHeimat Müden hier die Ausstellung
„Schnuckenprojekt“ von Heike Schlobinski.
Ein Jahr lang hat Heike Schlobinski die Schmarbecker Schnuckenherde auf ihren Streifzügen durch die Heide begleitet. Bei Wind und Wetter sammelte sie Eindrücke von deren Lebensweise, erfreute sich an der Neugier neu geborener Lämmer und entdeckte die Würde mancher älteren Schnuckenpersönlichkeit. In Gesprächen mit dem Schäfer erweiterte sie ihr Wissen über diese genügsamen Herdentiere. All das ist für die Künstlerin der wichtige Rahmen, um zum Wesen der Tiere vorzudringen und ihre Physiognomie zu studieren.
In diesem Jahr entstanden Gemälde, Zeichnungen, Foto-, Film- und Klangexperimente, aber auch Textilien aus Schnuckenwolle die Heike Schlobinski unter dem Arbeitstitel „Schnuckenprojekt“ zusammengefasst hat. Die Ausstellung im Kunstraum Müden zeigt einen Ausschnitt aus dem Projekt.
Die „Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)“ hat die Heidschnucke zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres 2026“ ernannt. Hintergrund ist das Themenjahr der UNO, die 2026 zum „Jahr der Hirten und Weidelandschaften“ ausgerufen hat
„Die materialgetreue Wiedergabe von Oberflächen ist eine Spezialität von Heike Schlobinski. Sie studiert Textildesign in Kassel und Hannover und entwickelt im Umgang mit Stoffen ein ausgeprägtes Gespür für haptische Qualitäten. Als sie später die Malerei für sich entdeckt, setzt sie dieses Gespür mit Farbe um. Sie fängt die Beschaffenheit eines Materials so genau mit dem Pinsel ein, dass unsere Augen und unser Tastsinn gleichermaßen stimuliert werden.“ – Daphne Mattner, Kunsthistorikerin
